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Finde deine Traumkunden!

Letzte Woche habe ich mich mit einem Facebook-Post bedankt für das Jahr 2017, denn dieses Jahr feiere ich einen Traumkunden nach dem anderen. Aber lass mich dir hier erklären, was ich genau mit Traumkunden meine. Bestimmt nicht, was du denkst…

Als ich vor eineinhalb Jahren wieder angefangen habe, als Fotografin zu arbeiten, habe ich viel investiert in die verschiedensten Weiterbildungen. Eine Sache, die immer wiederholt wird, ist das Thema Traum- bzw. Idealkunden. Wer sie sind oder sein sollten … und ja, es hat mit Umsatz zu tun. In vielen Köpfen sind Traumkunde erstmal reich, Akademiker, schön und machen alle Trends mit.
Meine aktuellen Traumkunden haben für mich eine deutlich tiefergründige Bedeutung als nur Umsatz:

  • Meine Traumkunden sind Fremde, die Freunde werden.
  •  Zwischen mir und meinen Kunde entsteht eine echte Verbindung.
  • Meine Traumkunden sagen zu mir: bei dir fühlen wir uns in guten Händen!
  • Wenn ein Auftrag zu Ende ist schreiben mir meine Traumkunden: du warst und bleibst die beste Wahl!
  • Meine Traumkunden sind Raving Fans, die mich mit Begeisterung weiterempfehlen.

Natürlich träume ich davon, nur noch Hochzeiten ab 3800€ aufwärts zu fotografieren und möchte gerne dieses Ziel erreichen. Aber hätte ich dadurch wirklich meine Traumkunden? Ich weiß es nicht. Hier ein Beispiel zum Überlegen:

Letztes Jahr am Nikolaustag habe ich die Hochzeit (eigentlich nur die Trauung) eines älteren Paares fotografiert, die sich nur zu Zweit das Jawort in Heidelberg gaben. Die Anfrage kam ziemlich kurzfristig und der Umsatz für diesen Auftrag im 50 km entfernten Heidelberg war vergleichsweise gering. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass viele, viele Fotografen diesen Auftrag nicht angenommen hätten. Erstens, wegen zu viel Aufwand für zu wenig Umsatz. Zweitens, weil die Kunden nicht „cool“ oder „hip“ genug waren. Manchmal habe ich das Gefühl, wenn ich die Beiträge in Fotografengruppen auf Facebook lese, dass Hochzeizsfotografen vergessen haben, was ihr Job ist. Sie sehen sich nicht mehr als Dienstleister, sondern schauen nur, was ein Auftrag ihnen selbst bringt – oder nicht. Hätte ich auch so gedacht, hätte ich nicht die „Mini-Hochzeit“ angenommen und hätte dadurch eine wunderschöne Begegnung verpasst. Mit dem Brautpaar wurde ich sofort warm, obwohl ich diese Menschen davor überhaupt nicht kannte. Ich wusste davor noch nicht mal, wie sie aussahen (das kann auch ein Thema werden).  Wir haben eine nette Zeit zusammen verbracht, ich habe ihre Hochzeit unvergesslich gemacht, habe ausnahmsweise ein Gläschen Sekt mit ihnen getrunken und am Ende habe ich sogar Trinkgeld bekommen. Zwei Wochen später kam auch ein Paket mit vielen Weihnachts-Köstlichkeiten inklusive meiner Lieblings-Schokolade zu mir nach Hause. Wie süß, oder? Deshalb ist für mich dieser Auftrag in der Kategorie „Traumkunden“ gelandet.

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Dieses Jahr hatte ich viele Traumkunden. Warum? Warum stimmt die Chemie zwischen mir und meinen Kunden so gut, obwohl sie mich davor nie persönlich kennen gelernt haben? Meine Vermutung führt in die Online-Welt. Auf Facebook und Instagram zeige ich wer ich bin, privat und beruflich. Auch meine Homepage spiegelt meine Persönlichkeit und zeigt, wer ich bin. Das ist simpel und funktioniert perfekt, um die idealen Kunden auf mich aufmerksam zu machen. Jemand, der auf der Suche nach einem Fotografen im Internet ist, muss sich durch unendliche Möglichkeiten klicken, bis er „seinen“ Fotografen findet. Viele Seiten sehen gleich aus, alle haben schöne Bilder zu präsentieren und bieten mehr oder weniger die gleichen Leistungen. Wie soll der Kunde dann entscheiden? Ich bin fest davon überzeugt: wer mehr über den Menschen hinter der Kamera erfährt, weiß aufgrund der Informationen, die er findet, sehr schnell, ob er sich „angezogen“  fühlt und ob die Chemie zwischen ihm und dem Fotografen stimmen kann.

Mein persönliches Fazit: egal, aus welchen sozialen Schichten man Kunden ansprechen will – wer zuerst den Menschen hinter der Dienstleistung zeigt, hat die Grundsteine für eine gute Zusammenarbeit optimal gelegt. Für mich wurde es – auch durch das Schreiben dieses Blogbeitrags – auf einen Schlag ganz klar: meine Lieblings- und Traumkunden sind … Brautpaare. Mein Leidenschaft brennt für die Hochzeitsfotografie und der Weg zur Spezialisierung ist dadurch sehr deutlich geworden. Auch letzte Woche, als ich mit meiner Mutter über meine Ziele für 2018 gesprochen habe, war es eigentlich kristallklar. Ich sagte zu ihr: nächste Jahr will ich 10 Hochzeiten fotografieren und wenn ich dieses Ziel erreiche, selbst wenn das die einzigen Aufträge für mein Business sind, werde ich super zufrieden sein. Wenn ich aber 25 Familien fotografiere und nur 4-5 Hochzeiten mache, wird mir was fehlen … weil ich nichts anderes machen will, als Hochzeiten zu fotografieren.

Aber traue ich mich wirklich, mich nur auf Hochzeiten zu spezialisieren? Der Gedanke macht mir Angst. Ich habe Angst, mein kleines Unternehmen noch kleiner zu machen, statt zum Wachstum zu führen. Man sagt aber auch, im Leben muss man die Dinge machen, die uns Angst machen. Man braucht nur Mut …

In diesem Sinne: Ich arbeite ich weiter an meinen Zielen und fange an, mich Hochzeitsfotografin zu nennen!

 

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