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Mit dem Heißluftballon über die Pfalz

Heute, am 15.01.2019, ist der letzte Tag, an dem ich noch 40 Jahre alt bin. Höchste Zeit also, über das Geburtstagsgeschenk zu berichten, das ich vor fast einem Jahr zu diesem runden Geburtstag bekommen habe!

Mein Mann, der mich sehr gut kennt, schenkte mir eine Ballonfahrt – obwohl ich ihm schon einmal mit grösstem Ernst gesagt hatte: „bitte komm nie auf die Idee, mir eine Ballonfahrt zu schenken. Das wäre für mich der pure Horror!“

In den Sommermonaten ist es nicht ungewöhnlich, Heißluftballons über uns zu sehen …  aber meine Kinder und ich sind jedes mal total aus dem Häuschen, wenn wir einen sehen, rennen das meistens in den Garten hinaus und schauen ihm bewundernd hinterher, bis wir ihn nicht mehr sehen können. Jahrein, jahraus, stets war es diese gleiche Euphorie. Deshalb war mir die klare Ansage an meinen Mann so wichtig: ich wollte nicht, dass er denkt, ich will selbst mal eine Ballonfahrt machen. Das Betrachten finde ich klasse, aber das reichte mir auch vollkommen. ABER NEIN, mein Mann hörte einfach mal nicht auf mich und überreichte mir am Morgen meines Geburtstag den Gutschein für eine Ballonfahrt. Ich höre mich immer noch sagen: „aber ich habe Dir doch gesagt, dass ich NIE eine Ballonfahrt machen will!“ Ohne dass mir auch nur einmal ein kleines aber höfliches „danke“ über die Lippen kommt … peinlich!

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Weil ich nun aber doch irgendwie ein offener Mensch bin, hat es nicht lange gedauert und ich habe mich sehr über das Geschenk gefreut. Ich war viel zu neugierig auf dieses Erlebnis, als dass ich noch viel über meine seltsame Höhenangst nachzudenken, die aus einer früheren Erfahrung herrührt. Es ist nämlich so: ich leide unter Höhenangst, wenn ich mich selbst in der Höhe befinde und sich noch etwas über meinem Kopf befindet. Die Erfahrung machte ich mit Anfang 20, als ich einen Fallschirmsprung gemacht habe. Deshalb war es mir klar, dass ich niemals eine Ballonfahrt machen können würde.

Falsch gedacht! Am 12 August 2018 war es dann soweit.

Um 6:00 morgens, mit müden Beinen (nach einer 8-stündigen Hochzeitsreportage am Tag davor) aber mit Kribbeln im Bauch, machten sich mein Mann und ich auf den Weg, um uns mit dem Team von Ballonfahrten Hilzendegen  zu treffen. Der Empfang war sehr nett und ich fühlte mich sofort gut aufgehoben. Es blieb auch gar keine Zeit, um nervös zu werden. Sobald wir angekommen waren, ging es auch direkt schon los. Nach ein paar hundert Metern sind wir am Startplatz angekommen. Hier wurde der Ballon ausgeladen und entpackt und alle Hände wurden benötigt. Echte Team-Arbeit!

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Nach ca. 15 Minuten waren wir auch schon startbereit. Ganz, ganz leicht heben wir ab. Ich fühle mich, als wäre ich in einen Film von „Erlebnis Erde“.  Alles ist so ruhig und langsam. Es ist atemberaubend schön. Das Glück ist auf unserer Seite, denn wir fliegen  fahren direkt Richtung Weisenheim am Sand, wo wir wohnen. Was für ein Erlebnis!

Die Fahrt dauerte dann ca. 90 Minuten. Ganz sanft und entspannt landeten wir dann in der Nähe von Frankenthal. Das Ganze hat sich wie ein Traum angefühlt und zu keiner Zeit habe ich Angst gespürt … aber am nächsten Morgen hatte ich Muskelkater am Arm, weil ich mich unbewusst am Korb des Ballons sehr FEST gehalten habe …

Ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben, mit meinem Mann an meiner Seite. Es war wirklich das beste Geschenk, das ich je bekommen habe. Dafür danke ich ihm sehr!

Die Pfalz ist von oben genauso schön wie von unten. Ein Grund mehr, diese Region zu lieben und zu schätzen! Ich könnte nirgendwo sonst in Deutschland wohnen. Die Pfalz hat mein Herz für immer erobert.

© Couture Photographie

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© Couture Photographie
Unser Dorf: Weisenheim am Sand

Heißluftballon über die Pfalz

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© Couture Photographie

Bereit für die Landung

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Sicher gelandet und bereits abgebaut dank Teamarbeit

Nun kommen wir zum nächsten Höhepunkt an diesem Sonntag: unsere Taufe!

Ich habe wahrscheinlich noch nie so früh ein Glas Sekt getrunken, mitten in einem Feld, mit fremden Menschen … aber es hat sich so richtig und passend angefühlt!

Zum Schluss möchte ich noch jedem empfehlen, sich seinen Ängsten zu stellen und über den eigenen Schatten zu springen. Es lohnt sich!

Bis Bald!